Probleme beim Füttern?

Auch hier gilt:

 

In der Ruhe liegt die Kraft!

 

Auch wenn das gerade für Leute, die ihre erste "Nase" kaufen nicht einfach ist, aber Heterodon neigen dazu gerne auch mal eine, oder mehrere Fütterungen auszulassen und dann mir nichts dir nichts einfach wieder anfangen zu fressen.

 

Aus eigener Erfahrung wissen wir, das gerade kleinere, junge Heterodon bei den geringsten Veränderungen (und sei es nur eine kleinere Wasserschale) durchaus für mehrere Wochen das Fressen einstellen können. Das ist grundsätzlich erstmal nicht schlimm (auch wenn man durchaus wahnsinnig werden könnte), solange die Tiere nicht merklich abnehmen.

Um den neuen Besitzern Probleme beim füttern zu ersparen, geben wir nur 100 % futterfeste Tiere an, d.h. die Tiere haben bei uns mindestens 10 Mal selbstständig und hintereinander gefressen und haben ein Mindestgewicht von 10 Gramm.

Somit sind sie schon "groß" genug um einen stressigen Transport ohne Probleme zu überstehen.

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass es leider KEIN Geheimrezept gibt um die Tiere ans Fressen zu gewöhnen. Folgende Tipps stammen aus eigenen Erfahrungen und sind somit keine 100 %-ige Garantie!!

 

Zunächst einmal sollte Ursachenforschung betrieben werden, dabei sind folgende Fragen wichtig:

- Stimmen die Haltungsbedingungen? (Größe der Behausung, Versteckmöglichkeiten, Temperatur, Beleuchtung, Luftfeuchte)

- Steht der Schlange Frischwasser zur Verfügung? (auch Dehydration kann zu Futterverweigerung führen)

- Hatte die Schlange in den letzten Tagen Stress/ Hat die Schlange Ruhe zum Fressen? (Fernseher/Radio/Subwoofer im direkten Umfeld, Hektik und viel Trubel rund ums Terrarium)

- Stimmt die Größe der Futtertiere?

- Steht die Schlange vor der Häutung? 

- Welche Jahreszeit haben wir? (Manche Tiere machen ihre eigene Winterruhe, das trifft teilweise auch auf Jungtiere zu, sie stellen das Fressen automatisch ein, wenn es draußen kälter wird, Männchen neigen dazu während der Paarungszeit nichts zu fressen)

- Ist die Schlange gesund?

 

Sollten Sie die obigen Fragen alle mit gutem Gewissen mit ja beantworten, könnten folgende Tipps hilfreich sein:

 

- Das Futtertier auf eine andersfarbige Unterlage legen (eine unserer Schlangen fraß wochenlang nur von einem rosa Notizzettel, Heterodon sind zwar wie alle  Schlangen farbenblind, aber Kontraste nehmen sie war)

- Verwittern des Futtertieres. Dabei haben wir mit folgenden "Mitteln" gearbeitet: Mäuse in Thunfischwasser (Natur, kein Öl) auftauen oder ein Stück Thunfisch auf die Maus legen, Stinte (Süßwasserstint), Lebertran oder Katzenfutter (z.B. Almo Nature, orange label, Thunfisch/Huhn)

- Manche Tiere haben Probleme mit Mäusen (es entspricht auch nicht ihrem natürlichen Beuteschema!), unsere Tiere ließen sich aber mit Leber, Huhn, Pute, Fisch (Pangasius, Wildlachs) oder ganzen Stinten irgendwann an Mäuse gewöhnen. Zunächst den Mäuseersatz pur füttern und später dann das Futtertier vor dem Füttern mit dem Ersatzstoff einreiben.

- Temperatur verändern. Dabei muss man ausprobieren, wir haben die Erfahrung gemacht, das gerade Jungtiere leichter ans Futter zu gewöhnen sind, wenn man die Temperatur um ein Grad senkt. Aber auch das Erhöhen um ein Grad hat schon Erfolge gebracht.

- Zum Füttern in eine Heimchendose/kleineres Behältnis setzen.

- Die Maus in Thunfischwasser tunken und Tropfen auf die Nase der Schlange fallen lassen, sobald sie das Maul öffnet die Maus vorsichtig hineinschieben, die meisten Schlangen beißen dann reflexartig zu. Die Prozedur erfordert etwas Geschick, Übung und Geduld, man sollte die Schlange jedoch nicht zu lange strapazieren (Stress).

- Einen Tag vor dem Füttern die Wasserschale entfernen, dann die angefeuchtete Maus ins Terrarium legen, oft fressen die Tiere dann, weil sie Flüssigkeit brauchen. Aber bitte beachten, dass die Wasserschale danach wieder ins Terrarium gestellt werden muss!

- Anritzen des Mäusekopfs, sodass Gehirnmasse austritt

- Lebend füttern. Dies stellt gerade bei kleinen Schlangen ein Problem dar. Zudem muss dabei immer bedacht werden, dass Hakennasen beim Fressen nicht immer die geschicktesten sind und gerne mal neben das Beutetier schnappen, was bei einer bereits toten Maus auch nicht schlimm ist, eine lebendige Maus kann sich dann jedoch verteidigen und der Schlange böse Verletzung zufügen, sie im schlimmsten Fall sogar töten, daher ist davon eher abzuraten!

- Futtertier über Nacht/24 Stunden im Terrarium belassen. Hakennasen fressen in der Natur auch Aas, daher ist es möglich, dass sie auch in Gefangenschaft ihre Beute erst dann als Beute wahrnehmen, wenn sie zu verwesen anfängt. WICHTIG! Maus nach 24 Stunden entfernen! Verwesendes Fleisch riecht nicht sonderlich ansprechend (in dem Fall ist es für den Menschen vermutlich schlimmer als für das Tier)

 

Sollte dies alles nicht helfen, rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Es wird sich auch für Ihr Tier eine Lösung finden.

 

Zwangsfüttern sollte nur im allergrößten Notfall und von einer erfahrenen Person durchgeführt werden, da auch hierbei schlimme Verletzungen passieren können!

 

 

 

Pistacchio beim Fressen

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